Dønna ist eine Inselgemeinde an der Helgelandküste in Nordland. Im Norden wird sie umrahmt von den Gemeinden Nesna und Træna, im Osten von Leirfjord, im Süden von Alstahaug und im  Südwesten von Herøy. Die drei größten Inseln sind Dønna, Løkta und Vandve.
 
Die Gemeinde Dønna wurde am 1.1.1962 gegründet und erhielt auch da ihr Gemeindewappen, welches den Namen reflektiert: eine Dünung. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Region in zwei Gemeinden geteilt, Dønnes und Nordvik. Verwaltungszentrum ist Solfjellsjøen. Der Ort Bjørn hat eine regelmäßige Schnellboot- und Fährverbindung nach Sandnessjøen und Søvik. Die Gemeinde bekam 1999 eine Brückenverbindung nach Herøy.
 
Dønna verfügt über einen großen Schärengarten, der aus Inseln, Holmen und Schären besteht. Das Meer ist flach im Schärengarten und deswegen gibt es viel Fisch dort. Die Hauptinsel Dønna besteht aus der Fjellformation Dønnamannen (858 m). Auf der Nordseite von Dønna ist das Altervatn Naturreservat. Das Dønnesfjell (127 m) wird auch als “Nordwestkapp” bezeichnet und bietet eine abenteuerliche Aussicht. Bei klarem Wetter kann man von Rødøy im Norden bis Vega im Süden und alle die sagenumwobenen Berge der Helgelandsküste sehen.
 
Der alte Handelsplatz Nordvik mit seiner Kirche ist wahrscheinlich der älteste seiner Art in Nordnorwegen. Seine Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Der Handelsplatz durfte Gäste unterbringen und brachte Fisch auf Segelbooten nach Bergen. Es gab Äcker, Bootshäuser für große Boote und Landungsbrücken. Eine Schule war hier untergebracht und man unterrichtete auch Konfirmanden. Die Kirche wurde 1871 fertiggestellt. In seiner Blütezeit in den 1880er Jahren befanden sich 16 Gebäude in Nordvik. Das Hauptgebäude aus dem frühen 18. Jh. ist 35 m lang und wurde in mehreren Etappen gebaut. Es ist jetzt restauriert und wird als Museum genutzt.
 
Val'hågjen ist einer der größten Grabhügel in Nordnorwegen. Er hat einen Durchmesser von 35 m und ist 5 m hoch. Der Hügel ist wahrscheinlich aus der Römerzeit oder der Zeit der Völkerwanderungen. Er wurde mehrmals archäologisch untersucht. Informationen über die Funde sind nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Auf der Spitze des Hügels steht Nordeuropas größter Steinphallus. Er besteht aus Marmor, ist 89 cm hoch und hat einen Durchmesser von 50 cm. Der Stein stammt wahrscheinlich aus der Zeit der Völkerwanderungen. In der altnordischen Sagenliteratur und in den norwegischen Mittelaltergesetzen gibt es Hinweise darauf, dass im Heidentum auf Grabhügeln häufig Opferrituale durchgeführt wurden. Der weiße Stein auf dem Val'håjen ist ein phallisches Machtsymbol, welches mit Fruchtbarkeitsritualen und der Verehrung von Nerthus oder Njord, dem Gott der Fruchtbarkeit, des Reichtums und der Schifffahrt, in Verbindung gebracht wird.
 
Das Gräberfeld und der Kulturpfad von Gleinsneset liegen auf einer Landzunge in einem Kultur- und Freizeitgebiet, das Funde aus der Eisenzeit aufweist. Es besteht aus 21 offenen Gräbern, so dass man deren Aufbau sehen kann.
 
Das Dønnes Gut war zu seiner Zeit Nordnorwegens größtes Landeigentum. Es bestand aus ca. 200 Bauernhöfen von Salten bis Namdal. Die verschiedenen Besitzer hielten steten Kontakt mit Europa. Von dort erreichten neue Gedanken und Ideen im Bereich der Wissenschaft und Landwirtschaft die Region. Neue Methoden innerhalb der Viehzucht, der Land- und Forstwirtschaft wurden erprobt. Der erste Traktor kam 1908 hierher nach Norwegen. Das Dønnes Gut ist immer in Betrieb gewesen und einige der alten ehrwürdigen Räume des Hauptgebäudes werden heute als Gästehaus genutzt.
 
Die Kirche in Dønnes ist eine von drei Mittelalterkirchen in Helgeland (Alstahaug, Herøy, Dønna). Sie besteht aus Stein und ist von einer außergewöhnlichen Architektur geprägt. Die Kirche wird das erste Mal im 12. Jh. als eine private Kirche des Guts erwähnt. Sie hat auch eine eigene Grabkammer (Mausoleum) für die Familie des Besitzers, die am Ende des 17. Jh. hinzugefügt wurde. Es handelt sich dabei um das größte und besterhaltene Mausoleum in Norwegen. Es enthält 22 Särge der Familien Tønder und Coldevin.

Fakten

Fläche (km2): 187
Einwohnerzahl: 1420
Verwaltungszentrum: Solfjellsjøen

Wichtige Wirtschaftszweige: Fischerei, Fischaufzucht, Fischveredelung, Landwirtschaft, Tourismus, Dienstleistung

Webseite der Gemeinde
Wikipedia