Gildeskål liegt südlich der Mündung des Saltfjords und umfasst 512 km2 des Festlandes, die 103 km2 große Insel Sandhornøya sowie 660 Inseln, Holme und Schären.
 
Die Wirtschaft basiert trotz eines beträchtlichen Rückgangs immer noch hauptsächlich auf den Primärindustrien.
Die Fischerei ist stark reduziert und die Kombination von Fischfang und Landwirtschaft hat weniger Bedeutung. Die Fischereiflotte besteht zum größten Teil aus kleinen Booten. Man hält Rinder und Schafe und die landwirtschaftlichen Flächen benutzt man vor allem als Wiesen- und Weideland, aber auch für Kartoffeln. Die Anzahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft ist im Rückgang begriffen, während die Anzahl der großen Höfe steigt. Neben dem Dienstleistungsbereich findet man die meisten Angestellten in der Primärwirtschaft.
 
Das Hochfjell, das bergige Terrain, die Küste und der Schärengarten bieten einzigartige Möglichkeiten im Freien aktiv zu sein. Neben einer fantastischen Küste mit Fjorden und unzähligen Inseln, zwischen denen man vom sjark aus angeln kann, findet man eine wilde Fjell-Landschaft, die von Sundsfjord her zugänglich ist und spannende und spezielle Grottenformationen bietet. Die Flora ist vielfältig und überrascht mit einer Vielzahl an Orchideenarten. Auf der Insel Sør-Fugløy brütet eine Papageientaucherkolonie. Seeadler sind fast immer zu sehen und Robben tummeln sich auf den Holmen und im Sund.
Der Professor und Liedermacher Elias Blix, der auch ein Verfechter des landsmål (nynorsk) war, wuchs hier auf.  Er ist am meisten bekannt für seine Ode an Nordland «Å, eg veit meg eit land» (Oh, ich kenne ein Land). Ein Denkmal wurde für ihn auf Sandhornøya errichtet.
 
In der Nähe gibt es viele gut erhaltene Grabhügel aus der Eisenzeit. Weiter nördlich, östlich von Mårnes, findet man einen ausgegrabenen Steinsarg aus der Wikingerzeit.
 
Auf der Insel Fugløya, die auch aufgrund ihrer Vogelkolonien bekannt ist, gibt es eine eigenartige Stelle, wo Sand wie bei einem Wasserfall aus dem Fels rinnt. Auf dem Grund des Fugløyfjords liegt das Wrack des U-Bootes KNM Uredd, dass 1943 einer Mine zum Opfer fiel. 42 Menschen kamen dabei um und das U-Boot wurde 1986 als Kriegsgrab anerkannt. Der Bauernhof Rødgården in Inndyr ist von 1630. Er wurde unter Denkmalschutz gestellt und restauriert.
 
Gildeskåls Beitrag zum Projekt Fotefar mot nord (Spur nach Norden) ist die Kirche und das angrenzende Gebiet. Nördlich von Inndyr liegt die Kirche von Gildeskål aus dem 12. Jahrhundert. Es ist eine romanische Langkirche aus Stein und Marmor. Sie ist einer der ältesten Steingebäude in diesem Landesteil und wurde 1962 nach Restaurierungsarbeiten neu eröffnet. Neben der Steinkirche steht eine Holzkirche im neugotischen Stil. Gleich in der Nähe lag auch einst ein Hof mit einer Festhalle (gildestue), die der Gemeinde ihren Namen gab. Ein Kulturpfad zeigt Kulturdenkmäler, die an die Kirche geknüpft sind.

Gildeskål <br/> kommune

Gildeskål
kommune

Fakten

Fläche (km2): 664

Einwohnerzahl: 2.011

Verwaltungszentrum: Inndyr


Wichtige Wirtschaftszweige: Fischerei, Aquakultur und  Expertenzentrum

Webseite der Gemeinde
Wikipedia