Nachbilder

Inghild Karlsens zweiteilige Skulptur mit ihren wechselnden Bedeutungen entstammt dem Alltagsleben und nimmt ihren Ausgangspunkt in den Straßenleuchten, welche in der Umgebung gebraucht werden. Diese aus dem Alltag entliehene Form ist in die Sprache des Steins und der Skulptur übersetzt worden. Die Skulptur ist eine Lampe. Ihr Licht wird im Lichte des nordischen Sommers unsichtbar, doch sichtbar als Lichtquelle im Winter, wenn es schwierig wird, Tag und Nacht zu scheiden. Die Lampe hat ihre Form von einem Frauengesicht, einem beliebigen Frauengesicht.

Die Skulpturen sind an zwei verschiedenen Stellen aufgestellt - die eine in einem kleinen Park im Zentrum der Gemeinde, wo sie ihren Schatten auf die umgebende Erde wirft. Die andere steht an einer Stelle, die wie das Ende der Welt aussieht, einem Fischerort, der in den sechziger und siebziger Jahren allmählich von seinen Einwohnern verlassen wurde und heute fast unbewohnt und dem Verfall preisgegeben ist. Hier steht die Skulptur am Hafenbecken zwischen den verlassenen Häusern mit ihren klaren und optimistischen, aber verwitterten Farben. So entsteht ein Zwischenglied, eine Verbindung, eine Kontaktlinie zwischen dem, was war, dem, was ist, und dem, was kommen wird.

Maaretta Jaukkuri

 

FAKTEN:

  • Aufgeführt 1995
  • Granit, galvanisierter und lackierter Stahl, Vakuumgepresstes Acryl und immer brennende Lampe
  • Höhe 570 cm und 540 cm

ZUGANG ZU DEN SKULPTUREN:

Die Skulpturen befinden sich an zwei verschiedenen Orten, in Myre und in Nyksund. Die Skulptur in Myre ist in einem kleinen Park. Sie ist zu sehen, wenn die Straßenlaterne ihren Schatten wirft.

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