Gemeinde Beiarn

Beiarn ist eine typische norwegische Innlandsregion, durchzogen von kleineren und größeren Tälern und umringt von mächtigen Bergen. Die Gemeinde liegt in Salten am Ende des Beiarfjords und entlang des ca. 50 km langen Beiartals, welches sich nach Süden in Richtung Svartisen erstreckt.
 
Funde aus der Wikingerzeit zeigen, dass Beiarn schon seit jeher ein landwirtschaftliches Gebiet war, wo Feldwirtschaft und Viehzucht betrieben wurden. Des Weiteren hat die Bevölkerung von der Fischerei gelebt. Und schließlich hat der Wald Holz für den Bau von Häusern und Booten geliefert. Beiarn war als eine der wichtigsten Plätze bekannt, an denen das jekt, ein kleines einmastiges Segelboot, gebaut wurde.
 
Die Landwirtschaft dominiert die Wirtschaft. Die meisten Höfe verfügen auch über Wald, teilweise Kiefernwald. Die Landwirtschaft basiert auf der Viehzucht, vor allem Rinder und Ziegen. Man hält auf den kleineren Bauernhöfen aber auch  Schafe. Es werden mehr und mehr Beeren, Gemüse und Kartoffeln angebaut. Milch und Kartoffeln sind wichtige Verkaufsprodukte.
 
Früher gab es einige Bergwerke bzw. Steinbrüche. Der Schiefersteinbruch Moli war von ca. 1900 bis einige Jahrzehnte später in Betrieb. Jetzt sind alle geschlossen. Es gibt holzverarbeitende Industrie.
 
Attraktionen in Beiarn sind vor allem die großartigen markierten Wanderwege von der Hütte Beiarstua über das Saltfjell oder  Grottentouren im Gråtådal. Dort gibt es mehrere Grotten, die mehr als 1 km lang sind. Häuserreste aus der Wikingerzeit wurden in Arstad bei Moldjord 1967 gefunden. Dieser Fund war der erste dieser Art in Nordnorwegen. Die Kirche von Beiarn aus dem Jahre 1873 mit ihrer Einrichtung aus dem 18. Jh. ist auch einen Besuch wert.
 
Das Fotefar mot nord (Spur nach Norden) Projekt der Gemeinde Beiarn ist der alte Gråtådalsweg, eine 15 km lange Wanderung, welche fast bis hinauf aufs Hochfjell führt. Man kann dabei eine restaurierte Erdhütte, Grotten und unterirdische Flussläufe sehen. 

Beiarn <br/> kommune

Beiarn
kommune

Fakten

Fläche (km2): 1.226

Einwohnerzahl: 1.075

Verwaltungszentrum: Moldjord


Wichtige Wirtschaftszweige: Landwirtschaft

Webseite der Gemeinde
Wikipedia