Steinar Breiflabb

Man könnte Erik Dietmanns Skulptur - die kleine Insel in der Einfahrt nach Brønnøysund ist in einen Fisch verwandelt - in ihrer Vorgehensweise, eine geographische Formation als Ausgangspunkt zu gebrauchen, als «land art» bezeichnen. Gleichzeitig stellt dieses Kunstwerk alle üblichen Gedanken über diese Kunstform auf den Kopf. Wahrend sich «land art» zumeist auf den Gedanken von Kunst als Objekt ausrichtete, macht Dietman das Entgegengesetzte: er verwandelt die Geographie zur Figur, die Landschaft zum Objekt.

Dies ist charakteristisch für Dietmans Denkweise. Er stellt ständig unsere Art zu denken, Kategorien, Regeln und Systeme zu schaffen in Frage. Seine Botschaft. scheint das Abenteuer zu sein, welches uns die visuelle Welt aber auch die Sprache anbieten, wenn wir nur ohne vorgefasste Meinungen zu sehen wagen. Dietman sieht spielerisch und mit Humor auf die Welt und Kultur. Es scheint so, als ziele er auf eine Befreiung der Phantasie, selbst wenn diese Freude komplex ist und oft dunkle Seiten enthält.

Steinar Breiflabb in Brønnøysund hat drei Brüder: Pierre Baudroie in Frankreich, Stonie Rockwell-Monkfish in England und Adolf Seeteufel in Deutschland. Der Familienvater heißt Lophius Piscatorius.

Maaretta Jaukkuri 

 FAKTEN:

  • Aufgeführt 1997
  • Stein, Bäume, Boot
  • Länge 7000 cm, Höhe 1000 cm, Breite 2000 cm,

ZUGANG ZU DEN SKULPTUREN:

Die Skulptur liegt mitten im Fahrwasser in der Einfahrt nach Brønnøysund.

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